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Jakob Weinheimer 1929
Pesonalausweis Jakob Weinheimer 1929
Jakob Weinheimer: Der Einsame auf der Heide
Friedrich Hermel: Der Einsame auf der Heide (nach einer grafischen Vorlage von Jakob Weinheimer)
Weinheimer-Grab auf dem Friedhof in Langebrück

Jakob Weinheimer (1878-1962)

Jakob Weinheimer lebte ab 1911 als freischaffender Maler in Langebrück (Moritzstraße 5) und schuf neben Grafiken und Jugendstil-Ornamentik auch verschiedene Landschaftsbilder der Dresdner Heide.

Am 6. März 1878 in Mainz geboren, besuchte Jakob Weinheimer mit 17 Jahren die Kunstgewerbeschule in Mainz, danach in München und ließ sich später als freischaffender Kunstgewerbler und Designer im Allgäu nieder.

Die Liebe zur Malerei entdeckte Weinheimer mit 30 Jahren. Ab 1908 beginnt er an der Königlich Sächsischen Akademie der Bildenden Künste zu Dresden eine Ausbildung. Zwei Jahre arbeitete er als Assistent des Kunstprofessors Eugen Bracht. Nach ausgedehnten Reisen u. a. durch Italien wählte der freiberufliche Maler Langebrück zu seinem Wohnort.

Von 1911 bis zu seinem Tod am 23. März 1962 lebte er im Langebrücker Unterdorf auf der Hauptstraße 61, der Bergerstr. 15 und in der Moritzstraße 5. Hier widmete er sich besonders der Landschaftsmalerei. Seine Werke sind in Kunstgalerien und Privatsammlungen in Europa und Übersee zu finden.

Verschiedene Ausstellungen in Dresden und in Langebrück würdigten sein breites Schaffen. Viele Jahre verband Jakob Weinheimer eine Freundschaft zum Langebrücker Prof. Dr. Edel. Ihm zu Ehren trägt seit 1992 eine Langebrücker Straße seinen Namen. Befreundet war er auch mit dem Sohraer Maler Ernst Berger und dem Kleinbobritzscher Lehrer Friedrich Hermel.

Jakob Weinheimer fand seine letzte Ruhestätte auf dem Langebrücker Friedhof, wo noch heute eine Gedenktafel an ihn erinnert

Die heutige Jakob-Weinheimer-Straße wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Friedrich-August-Straße angelegt und mit Landhäusern bebaut. Erstmals ist sie im Adressbuch von 1897 zu finden. Markanteste dieser Villen ist die einst im Besitz des Schokoladenfabrikanten Riedel befindliche Nr. 22, die seit 1959 als Feierabendheim diente. Nach 1945 wurde die Straße in Ernst-Thälmann-Straße umbenannt. 1990 erhielt sie den Namen des Malers und Grafikers Jakob Weinheimer.

Quellen:

Literatur:

  • Alexander Heilmeyer: Des Kunsthandwerks junge Mannschaft, in: Kunst und Handwerk 52 (1901/02) 130-133 (Onlinefassung)
  • Wilhelm Schäfer: Jakob Weinheimer, in: Die Rheinlande 24 (1914) 1-12 (Onlinefassung).
  • Sigrid Bóth: Maler des Heidewaldes, in: dies. (Hrsg.): Dresdner Heide. Geschichte, Natur, Kultur, Dresden: Berg- & Naturverlag Rölke 2006, S. 253-260.
  • Sigrid Bóth: Ein Meister der Linie - Jakob Weinheimer (1878-1962), in: dies.: Langebrück im Lauf der Zeit. Bewohner, Geschichte und Geschichten. HeideVerlag István Bóth, Langebrück 2013, S. 120 f.
  • Sigrid Bóth u. a.: Die Ortschronisten erinnern an den 140. Geburtstag des Langebrücker Malers und Graphikers Jakob Weinheimer. In: Heide-Bote. Lokalanzeiger für Langebrück und Umgebung, Nr. 320/März 2018, S. 8 f. (Onlinefassung).

Bildergalerie:

Grafiken in der Sammlung Friedrich Hermel:

Erinnerung
Frauenkirche in Meißen
Grünberg O/S
Aus Hildesheim
Geweihte Stätte
In der Heide 1933
Ostergrüße 1909
Bildnis-Studie 1956